Die Gesundheitsreform bereitet den Weg zu einer neuen Gesundheitsversicherung.

1. Krankenversicherung für alle:
Es soll niemanden mehr in Deutschland ohne Krankenversicherung geben.
Es besteht für alle eine Versicherungspflicht.

2. Ausbau von Versicherungsleistungen:
Krankenhäuser dürfen auch ambulant behandeln. Dies gilt für Privatpatienten und bei besonders schweren und seltenen Krankheiten (z.B. Krebs, Aids) auch für gesetzlich Versicherte.
Die Palliativ-Medizin wird verbessert: Sterbende und schwerstkranke Menschen sollen schmerzlos und in Würde sterben können.
Anspruch auf Rehabilitation: Rehabilitationsmaßnahmen sollen auch für ältere Menschen bezahlt werden, damit der Alltag erträglicher wird und sie nicht in einem Pflegeheim untergebracht werden müssen.
Anspruch auf häusliche Krankenpflege: Auch ältere Menschen aus Wohngemeinschaften sollen Anspruch auf häusliche Krankenpflege erhalten.
Erstattung von Impfungen und Kuren. Die von der STIKO empfohlenen Impfungen (außer Reiseimpfungen) werden von den Krankenkassen bezahlt. Es sind allerdings ständig Änderungen in der Kostenübernahme von Impfungen zu beachten. Sie können aber wegen einer Kostenübernahme Ihre Krankenkasse befragen. Es werden auch Mutter-Kind-Kuren durch die Kassen finanziert, sofern diese von der Krankenkasse als notwendig angesehen werden.

3. Mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung:
Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln: Die Mittel bei den gesetzlichen Krankenkassen sind begrenzt und dürfen daher nicht für fragwürdige Therapien ausgegeben werden.
Spezielle teuere Medikamente sollen im Interesse der Patientensicherheit die Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung erforderlich machen. Ihr Hausarzt entscheidet daher nicht mehr allein, ob Sie die von ihm empfohlene Therapie erhalten. Dies gilt nicht für Privatpatienten.
Rabattverträge mit gesetzlichen Krankenkassen: Krankenkassen erhalten die Möglichkeit, mit besonders günstigen Pharmafirmen Rabattverträge abzuschließen. Dabei wird der Apotheker gezwungen, bei Verordnung eines Medikamentes durch Ihren Hausarzt ein von der Zusammensetzung her gleiches Mittel abzugeben. Über dieses Medikament hat Ihre gesetzliche Krankenkasse einen Abgabepreis mit einer Arzneimittelfirma ausgehandelt, welcher besonders günstig ist. Dies gilt nicht bei Privatpatienten.

4. Mehr Wettbewerb, mehr Wahlfreiheit:
Der Wettbewerb unter den Kassen wird verstärkt. Dabei können Vertrags- und Tarifgestaltung von den Kassen frei gehandhabt werden. Patienten, die gesundheitliche Selbstverantwortung übernehmen (z.B. Vorsorgeuntersuchungen) sollen belohnt werden.
Patienten können von Selbstbehalt- oder Kostenerstattungstarifen profitieren (wie Privatpatienten). Hierbei erhalten sie versorgungsmedizinische Vorteile. Sie können auch an speziellen Chroniker-Programmen (bei Diabetes, Koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt, Asthma bronchiale, Chronische Bronchitis / COPD, Brustkrebs) mit zahlreichen Vorteilen, wie z.B. Befreiung von der Praxisgebühr teilnehmen.fotolia.de - 57235082 - © fotomek5. Weniger Bürokratie:
Es wird nur noch 1 Spitzenverband der Krankenkassen geben (bisher 7).
Alle Kassen können miteinander fusionieren.
Die Bürokratie (Abrechnung, Dokumentation, Verwaltung) soll vereinfacht werden.

6. Reform der Privaten Krankenversicherung:
Seit 2009 müssen die privaten Krankenversicherungen einen Basistarif anbieten. Dieser muss dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entsprechen.
Seit 2009 können alle freiwillig in der GVK Versicherte in den Basistarif der Privaten Krankenversicherung (PKV) wechseln.
Wer bereits privat versichert ist, kann in den Basistarif der PKV wechseln. Wer älter als 55 Jahre ist, kann als privat Versicherter ebenfalls in den Basistarif wechseln, aber nur bei seiner eigenen privaten Versicherung.
Die Übertragung von Altersrückstellungen ist sowohl innerhalb eines Unternehmens, als auch bei Übergang auf einen neuen Versicherer möglich.

7. Finanzreform im Gesundheitswesen:
Es wurde ein Gesundheitsfonds eingerichtet.
Alle Beitragszahler zahlen den gleichen Beitragssatz.
Der Gesundheitsfonds gleicht die unterschiedliche Finanzkraft der Kassen zu 100% aus.
Über einen Risikostrukturausgleich werden finanzielle Belastungen durch eine ungleich verteilte Krankheitsbelastung der Versicherten ausgeglichen.

Die zu erwartenden Folgen:
Transparenz / Wettbewerb: Eine Kasse, die besser wirtschaftet, kann ihren Mitgliedern finanzielle Vergünstigungen oder Beitragsrückerstattungen gewähren. Eine Kasse, die schlecht wirtschaftet, muss bei ihren Mitgliedern einen zusätzlichen Beitrag erheben. Das Mitglied kann dann aber die Kasse wechseln.
Pflichten der Kassen: Jede Kasse muss den Versicherten den Kostenerstattungstarif anbieten.
Jede Kasse muss den Versicherten den Selbstbehalttarif anbieten.
Jede Kasse muss den Versicherten den Hausarzttarif anbieten.
Jede Kasse soll Rabattverträge mit Pharmaunternehmen und Leistungserbringern abschließen.
Krankheitsrisiko: Das Risiko einer zunehmenden Behandlungsbedürftigkeit der Patienten (z.B. Grippeepidemie) sollen nicht mehr die Ärzteschaft sondern die Krankenkassen tragen.

Dr. med. Rainer Thudium
Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt
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